E.on Anlage zur Reduzierung von Treibhausgasen in Vietnam
Beim Energieversorger E.on dreht sich momentan vieles um die neue Konzernstrategie. Erst vor Kurzem wurde spekuliert, dass der Energieversorger die Gas-Tochter E.on Ruhrgas teilweise verkaufen wolle. Nun soll der Essener Konzern laut Berichten der Financial Times Deutschland (FTD) den angekündigten Expansionskurs in die Schwellenländer begonnen haben. Bereits in den nächsten Tagen soll in Vietnam eine Anlage zur Wiederaufbereitung von Treibhausgasen in Betrieb genommen werden.
Erster Schritt
An und für sich ist der Kauf der Anlage kaum von Bedeutung, schließlich betrug der Kaufpreis "nur" 6,6 Millionen Euro. Hervé Touati, Geschäftsführer der zuständigen Konzerntochter E.on Climate & Renewables, betonte in der FTD aber, dass es sich bei dem Projekt in Hanoi um einen ersten Schritt der Globalisierungsstrategie handelt, dem weitere - sowohl in Vietnam als auch in anderen Wachstumsmärkten - folgen sollen. "Wir sind bei Climate & Renewables so etwas wie die Pfadfinder für E.on", so Touati im Gespräch mit der Finanzzeitung.
Sinnvoller Schritt
Das Vorgehen in Vietnam zeigt, dass es E.on-Chef Teyssen ernst meint mit der Erneuerung des Konzerns. Darüber hinaus lässt sich daraus auch erkennen, dass man aus den eigenen Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Anstatt sich in großem Stil in neue Märkte einzukaufen, wodurch häufig viel Geld verbrannt wurde, will man sich nun vermehrt vorsichtig herantasten. Hierdurch gibt man diese Märkte nicht vollkommen auf und verringert gleichzeitig massiv die Folgen eines Scheiterns.
(Source: Der Aktionär - 19-11-2010)


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